welcome · Wortspiel - mit wem? 04. September 2010 23:51
Navigation
Startseite
Fortbildungsseminare
Sprachtrainings
Workshops für Gruppen
Individualunterricht
Speisekartenkorrekturservice
Kunst und Kultur in Berlin
Kreatives Schreiben
Verständigung in internationalen Teams
welcome

WebLinks
Referenzen
Wortspiel - mit wem?
Impressum
buy download SolidWorks 2010 Multilanguage cheap oem
buy download Adobe InDesign CS4 Multilingual cheap oem
buy download Adobe Dreamweaver CS4 for Mac cheap oem
buy download Adobe Illustrator CS4 cheap oem
buy download Apple GarageBand Jam Pack: Voices for Mac cheap oem
buy download Adobe Dreamweaver CS4 cheap oem
buy download SolidWorks 2010 Multilanguage cheap oem
buy download Apple GarageBand Jam Pack: Voices for Mac cheap oem
Referenzen


Teilnehmer/innen:

Ich war neugierig darauf, etwas ohne einen vorgefertigten Rahmen mit Menschen aus aller Welt zu entwickeln.


Roberta B. aus Italien

Ich hatte viel Spaß beim Theaterspielen.
Es hat mein Bewusstsein erweitert.



Tsukasa O. aus Japan

Es war wichtig, dass die verschiedenen Figuren wirklich einen anderen Charakter haben.

Robbie A. aus Schottland









Fühlend lernt sichs besser - sehr inspirativ.

Astrid S. aus Berlin

Ein fröhliches Seminar mit vielen Aha-Erlebnissen.

Dr. Joachim W. aus Berlin

Die Theaterspiele, die ich im Deutschkurs spielte, haben mir unglaublich geholfen.
So eine Übung erfordert Kreativität und macht Mut, den man unbedingt braucht,
um sich in einer Fremdsprache zu unterhalten.


Senka H. aus den USA

Diese Erfahrung ist für mich sehr interessant und notwendig, um Deutsch
zu lernen, weil man sich
ohne Wörterbuch ausdrücken kann.
Am Anfang nur mit drei Worten und dann immer besser zusammen mit der Körpersprache.
Das war wertvoll auch für einen schüchternen Menschen wie mich, weil jeder etwas zu sagen hat.
Theaterspielen ist wie ein Fahrzeug, das uns immer in neue Situationen bringt,
wo man mit Spaß Deutsch sprechen und neue Worte lernen kann.


Pio B. aus Italien

Man kann eine Sprache nicht sprechen, solange man mit ihr nicht spielen kann.

Alejandro B. aus Argentinien

Die kleinen Rollenspiele, die wir in dem Intensivkurs gespielt haben, waren ziemlich erfolgreich.
Es machte mir Spaß, so etwas im Kurs zu tun, und es war eine gute Weise,
den Kurs von Zeit zu Zeit ein bisschen zu verändern.
Die Spiele waren oft sehr lustig, und es war auch eine gute Chance für alle Studenten zu sprechen,
denn normalerweise gibt es ein paar, die kaum im Kurs sprechen. Eine gute Methode.


Amber H. aus den USA


Im Theaterkurs entstehen nach gespielten Szenen auch schriftliche Texte.
Im Folgenden schreibt So F. seine Impressionen über die Silvesternacht,
inspiriert von der Arbeit mit dem Gedicht von Erich Kästner: "Der Januar"


Fertig war’s, wie ich geplant hatte. Alles war wieder sauber.
Dann konnte ich es endlich gut finden, dass in einigen Stunden dieses Jahr weggeht und ein neues Jahr kommt.
2007...wie war denn das? Eine neue Stadt, ein neues Leben und neue Leute.
Wie würde ich das Jahr irgendwann später finden? So dachte ich und nahm einen Schluck Bier.
Dann um 23.57 am 31.Dezember 2007 bemerkte ich, dass die Zigarettenschachtel schon leer war, deswegen rannte ich zum Zigarettenautomaten,
der vor meiner Wohnung steht, um innerhalb dieses Jahres eine neue Schachtel zu kaufen.
Zwar brauchte ich mich überhaupt nicht zu beeilen, denn, wenn ein neues Jahr nun käme und da würde ich noch keine Zigaretten haben,
wär’s mir gar Wurscht, außerdem dürfte der Automat nirgendwohin fliehen, doch sagte mir mein Gefühl,
dass ich mit neuen Zigaretten ein neues Jahr feiern solle.
Als ich vor dem Automaten aus meinem Beutel meinen Führerschein nahm, klang die Donnerstimme heftig von überall her.
Das war zwar nicht die erste, hat man sie doch schon seit dem Abend gehört, doch war’s viel leiser,
außerdem wurde sie mit der Zeit lauter, so lauter. Mir war bereits klar, dass nun gerade 2008 kam.
Herzlich willkommen ein Neues oder auf Wiedersehen ein Altes.
"Seid umschlungen Millionen, diesen Kuss..." oder "Man steht am Fenster und wird..."?
Es bleibt die Frage, warum ich, wenn der Uhrzeiger 0 Uhr am 1. Januar schlägt, alles, was in den Augen scheint, sogar eine Wohnung,
die ich schon tausendmal des Tages gesehen habe, ich als irgendetwas Neues oder Frisches finde, obwohl sie in Wirklichkeit allmählich immer älter wird?
Jedes Jahr habe ich dieses Gefühl, doch dauert es normalerweise nur einige Tage, dann wird "ein neues Jahr" 3 Tage
später schließlich "dieses Jahr" 2008...wie wird das denn? Also träumte ich rauchend.
Woher ging die stille Nacht denn weg? Nun kam das Tamtam.
Die Jungen und Alten sahen wie verrückt nach dem Feuerwerk aus. Ich habe mich dann gefragt: Was mache ich denn nun?
Auf der kalten Straße suchte ich die Antwort. Wer ganz allein ist, wie ich, könnte etwas tun oder geht’s ihm besser, wenn er ins Bett ginge?
Ich hatte keine Ahnung, trotzdem wollte ich nicht zu Hause bleiben, wie Weihnachten.
Ich stieg vorerst in die S-Bahn ein, um wie es in dieser Stadt geht zu sehen.
Die S 9 nach Schönefeld fuhr wie immer ganz still nach dem Osten.
Allein, als sie am Bahnhof Tiergarten ankam, sah ich, wie viele Menschen auf dem Bahnhof standen.
Was für ein merkwürdiges Bild, um Mitternacht außerdem im Tiergarten, woher kamen diese Leute eigentlich?
Es war einfach nur der Anfang und der Zug fuhr weiter wie das letzte Jahr. Jedes Mal, wenn er am Bahnhof ankam,
stiegen immer mehr Leute ein. Immer mehr. Naja gut, als ich noch in meinem Heimatland lebte, war es doch viel schlimmer, mir wär’s ja egal!
Aber die Geschichte ging leider noch unangenehm weiter. Ein Junge, der mit seinen Freunden und seinen Freundinnen in den Zug einstieg,
hub zu grölen an. Ach nein, hört doch auf und lasst mich doch mal in Ruhe.
Ihr seid nicht irgendwo, wir sind doch im Zug. Wenn man singen bzw. grölen hören wollte, wäre man doch einfach zum Konzert gegangen.
Zumindest wollte ich im Zug, der sich mit den verdammt vielen Leuten füllte, und wenn dies Sängerchen Domingo wäre,
überhaupt niemanden singen hören. Das fand ich, während der Zug fort und fort nach seiner Endstation fuhr.

Dann kam er nun am Alex an und einige Leute begannen auszusteigen. Das wäre die Chance, dass ich ohne Riesenstress aussteige, fand ich.
Mein Ziel wurde deshalb entschieden, Alex. Der Alexanderplatz ist in meinen Augen niemals besonders interessant.
Wenn ich aber noch weiter gefahren wäre, wär es mir auch wahrscheinlich so lästig, dass ich noch mal die gleiche Strecke zurückfahre. Gut. Mal sehen.
Im Bahnhof gab’s natürlich auch viele Leute. Hier ist doch der Alexanderplatz, kann es wohl sein. Nun ging ich nach draußen. Da sah ich so viel Müll.
Flaschen, Verpackungen und Feuerwerkskörper. Es macht zweifellos Spaß,
dass man ein neues Jahr trinkend mit dem Feuerwerk feiert, doch soll der Mensch zumindest seinen eigenen Müll selber wegräumen!
Ich dachte, wer diesen riesigen Müll wohl in den Mülleimer werfen mag. Müllmänner oder irgendein Arbeiter?
Oder kommt der eigentliche BESITZER des Mülls am morgen früh daher und dann wirft er ihn selber weg?
So dachte ich nach Westen zurückfahrend.
Als ich endlich nach Hause kam, wurde alles wieder still. In meinem Zimmer gab es kein Geräusch mehr.
Da lag ein neues Jahr. Wie es wird, weiß niemand.
Ob Frau Merkel nächstes Silvester noch die Kanzlerin wäre bzw. ob die Ehefrau von Nicolas Sarkozy noch Carla Bruni wäre.
Vor allem, ob Soldaten zu Weihnachten zu Hause Pute mit ihrer Familie essen können. Niemand weiß.
Und ich meinerseits, wo werde ich denn nächstes Silvester sein?
So fragte ich mich selbst noch einmal einen Schluck trinkend.


Powered by PHP-Fusion copyright © 2003-2006 by Nick Jones.
Released as free software under the terms of the GNU/GPL license.